Waldbaden mit Eseln, Ziegen oder Hunden

Waldbaden ist die verkürzte Übersetzung des japanischen Begriffes Shinrin Yoku, was so viel heißt wie Baden in der Waldluft. Dabei geht es um ein bewusstes und begleitetes Eintauchen in die Waldatmosphäre, bei dem wir alle Sinne aktivieren und die tägliche Reizüberflutung weit hinter uns lassen können. Während wir aktiv die Farben und Formen, Geräusche und Gerüche des Waldes wahrnehmen, geht es einmal nicht ums TUN, sondern nur ums SEIN - mit uns selbst, mit der Natur, mit unserem Körper, mit unseren Gedanken und Gefühlen.
 
Nachweisbar senkt bereits der Anblick eines Waldes Stresshormone wie Cortisol und Adrenalin und hebt die Laune. Ein bewusster Aufenthalt im Wald hat daher langfristig positive Auswirkungen auf Körper, Seele und Geist: Die Botenstoffe in der Luft verbessern in kurzer Zeit unser Immunsystem und regen u.a. die Produktion sogenannter Killerzellen an. Unser Geist kann sich entspannen, während er sich absichtslos und achtsam mit Blätterformen, Grüntönen, Pilzen, Steinen und Lichteffekten beschäftigt. Und auch unsere Seele kommt zur Ruhe, denn wir sind genetisch immer noch auf die Farben und die Stimmung des Waldes programmiert - immerhin kam die Menschheit ursprünglich aus den Wäldern!
 
Ein Waldbad sorgt somit für ein wohltuendes inneres Gleichgewicht und ist gleichzeitig ein nachhaltiger Energiespender, so dass wir uns danach ausgeruht fühlen, aufmerksam und konzentriert sind. Deshalb werden in Japan Waldbäder schon lange ärztlich verschrieben und sind als natürliches Mittel zur Stressreduktion anerkannt.

Glaube mir, Du wirst mehr in den Wäldern finden als in den Büchern. Bäume und Steine werden dich lehren, was du von keinem Lehrmeister hörst.
Bernhard von Clairvaux, Zisterzienserabt im 12. Jh.
Warum Waldbaden mit Tieren?
 
Tiere können von Natur aus das, wonach wir uns oft sehnen: Sie leben im Hier und Jetzt, genießen den Moment und denken nicht darüber nach, was gerade war oder vielleicht wird. Damit sind sie Meister der Achtsamkeit, ohne je einen Kurs besucht zu haben oder regelmäßig zu meditieren.
 
Gehen wir also in tierischer Begleitung in den Wald, lässt sich der erholsame Effekt des Aufenthaltes noch einmal deutlich steigern. Besonders wenn wir uns darauf einlassen, die Welt durch die Augen eines Esels, eines Hundes oder einer Ziege zu sehen, entdecken wir bisher unbekannte Perspektiven und Eindrücke. Probiert es einfach mal aus!
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